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Leitbild Bildungswerk Brotfabrik

Über die Organisation
Das Bildungswerk Brotfabrik bietet als Einrichtung der Erwachsenenbildung in freier Trägerschaft kulturelle Weiterbildungsangebote im Herzen des Bonner Stadtteils Beuel an.
Ansässig unter dem Dach einer ehemaligen Brotfabrik und 1986 als sozio-kulturelles Zentrum unter Mitwirkung verschiedener Kulturbetriebe gegründet, finden seitdem Weiterbildungsangebote bei uns statt,- und regen Zulauf.
Dergestalt ergänzen wir seit 2016 die große Vielfalt an Bildungsangeboten unseres gemeinnützigen Trägervereins Verein für Weiterbildung und Friedensarbeit WuF e.V. mit unserem Schwerpunkt der kulturellen Bildung.

Als gemeinnütziger Verein blicken wir auf eine lebendige Entwicklungsgeschichte zurück, die im Rahmen der Gründung des Bildungswerk Brotfabrik als eigenständige Einrichtung zur Weiterbildung, die Zertifizierung durch das Gütesiegel der kulturellen Weiterbildung NRW anstrebt.

Unser Selbstverständnis umfasst, individuelle Fähigkeiten erlebbar werden zu lassen, persönliches Potential zu aktivieren und im sozialen, kreativen Kontakt, zu vernetzen, zu erweitern und zur Entfaltung zu bringen. Dies beinhaltet:

Die Vermittlung kultureller Angebote an Erwachsene, Senioren und Seniorinnen, sowie junge Erwachsene.
Wer sich künstlerisch und kreativ rund um die Bereiche Musik, Tanz, Theater, Bewegung und künstlerisches Gestalten ausprobieren und entfalten möchte, dem bietet
das breit gefächerte Kurs-, und Workshopangebot dazu vielfältige Möglichkeiten. Unterschiedliche Niveaus sorgen dafür, dass alle dem eigenen Tempo gemäß lernen und wachsen können. Das Potential, die eigenen Talente zu wecken und sich im Singen, Tanzen, Spielen neu zu entdecken, erfahren und erarbeiten Teilnehmer*innen
und Dozent*innen dabei immer selbst – und immer wieder neu.

Im Mittelpunkt unseres Arbeitens stehen deshalb die Menschen: mit ihren Interessen, Bedürfnissen und Erfahrungen, in ihren gesellschaftlichen, beruflichen, kulturellen und sozialen Lebenssituationen.

Unser Programm bietet ein breites Spektrum vielfältiger Kurse und Workshops. In der Regel finden bei uns über dreißig Veranstaltungen in der Woche statt, teilweise Angebote, die seit über 30 Jahren bei uns beheimatet sind.

Zudem sind wir stets bestrebt Impulse wahr-, und aufzunehmen, sowie mit unserem Angebot, sowohl die Vielfalt im kreativen Bereich abzubilden, als auch selber Impulsgeber für kreatives Erleben zu sein.
Neben Evergreens erfolgreicher Kurse – mit mittlerweile Teilnehmenden in der 2. Generation – repräsentiert das Programm ebenfalls einen Querschnitt aktueller Angebote und Strömungen.

Tanz, Gesang, Theater und Körperarbeit verschiedener Ausrichtungen, vertreten durch deutsche und international-arbeitende Dozent*innen spiegeln die kulturelle
Bandbreite des Bildungswerk Brotfabrik wieder,- generationsübergreifend und allen Erfahrungsstufen offenstehend.
Vom klassischen-, und zeitgenössischen Tanz, Modern, Jazz Dance, über Tango Argentino, Afrobeats, zu Tap, Hip Hop, Lindy Hop, Hoopdance, oder Sabar und Djembé,- allein das tänzerische Bewegungsangebot bietet eine Vielfalt unterschiedlicher Stilrichtungen und Optionen.
Regelmäßig stattfindende Aufführung auch aus den Bereichen Gesang und Theater sind Motivation, positive Außenwirkung und Bestätigung der kreativen Selbstwirksamkeit für alle Beteiligten.

Wir verstehen Lernen als Erfahrung und lebensbegleitenden Prozess. Dementsprechend möchten wir als leicht zugänglicher Lehr-, und Lernort fungieren für Veränderung und Dialog; geschützte, gleichzeitig offene Erfahrungsräume bieten zu: Erlebnis und Begegnung, Kontakt und Bewegung, Wachstum und Weiterbildung.

Für alle Personen, unabhängig von Alter, Geschlecht, sozialer, sowie ethnischer Herkunft und Religionszugehörigkeit, jenseits schematischer, oder stigmatisierender Fremdzuschreibungen, für Menschen, die sich selbst und das Gegenüber – im Kontakt – erfahren; die sich selbst ausprobieren, einbringen und inspirieren lassen möchten.

Das Bildungswerk Brotfabrik möchte dahingehend einen kompetenzfördernden Ort zum gemeinsamen Austausch und miteinander Gestalten bieten, der für persönliche, soziale und berufsbezogene Entwicklung gewinnbringend genutzt werden kann.
Unser Ziel ist es, Handlungsspielräume im kreativ-künstlerischen Kontext zu erweitern, um persönliche Entwicklung und berufliche Weiterbildung zu ermöglichen, sowie selbstbestimmte Lebensentwürfe, individuelle Befähigung und gesellschaftliche Gestaltung zu fördern.

Bildung bewegt – und verbindet.
Wir möchten bewegen und Bewegung ermöglichen – auf allen Ebenen.
Der ganze Mensch, Körper und Geist werden, als sich wechselseitig entsprechend im Zusammenspiel erfahrbar und in den Lernprozess miteinbezogen. Kreative, kognitive, kommunikative, und physisch arbeitende Methoden verschmelzen und prägen das Unterrichtserleben. So dass sich Lernen lebendig und organisch entwickeln und zu
authentischer Selbsterfahrung werden kann.
Und aus der Erfahrung des eigenen Wachsens ein Einbringen und Wachstum in weitere Bezüge hinein ermöglicht wird.

Ermutigen, befähigen, teilhaben: Unsere Motivation, liegt in der Vermittlung von persönlichen, sozialen, berufsbezogenen und (inter)kulturellen Kompetenzen; in der Ermutigung und Befähigung jeder Person, diese für sich und in Teilhabe an der Gemeinschaft nutzbar werden zu lassen.
Zentrales Anliegen ist die Auseinandersetzung mit Mensch und Mitmensch im kreativen Kontext.
Den Menschen als Erfahrungsraum selbst zu begreifen, mit allen Aspekten
menschlicher Existenz, und im schöpferischen Austausch, jenseits vorgefertigter Alltagsrollen, wahrzunehmen und zu erleben ist verbindendes Element und Haltung aus der unser Programm entsteht.

Das Zusammenwirken von Tänzer*innen, Choreograf*innen, Chorleiter*innen, Theaterschaffenden und Künstler*innen verschiedener Genres repräsentiert das, was das Bildungswerk im Kern ausmacht: Die Vermittlung von Wissen, Verwirklichung von Intentionen und das gemeinschaftliche Erleben und Teilen von Inhalten und Ideen auf künstlerischer, gesellschaftlicher und menschlicher Ebene.

Kunst oder Soziokultur – warum überhaupt die Trennung?
Jedes Angebot unseres Repertoires impliziert bereits beide Aspekte, bzw. ist bereits Kunst am eigenen Leib.
Kontakt und Kommunikation zu kreieren, sich zu verknüpfen, zu lernen und Ideen lebendig werden zu lassen, ist im Kern kulturbildend, kunstschaffend und was gesellschaftliches Leben ausmacht.
Unser Programm möchte Interessen und Bedürfnisse wahrnehmen und bedienen, sowie Anregung dazu geben.
Denn wie wichtig und wesentlich das kulturelle Angebot im öffentlichen Raum ist, und welche Bedeutung menschlicher Austausch, sowie künstlerischer Ausdruck, wirklich hat, erfahren wir durch unsere Tätigkeit immer wieder. Eine Dynamik, die nicht durch Konsum ersetzt werden kann, weil sich Kultur nicht konsumieren, und Mensch-Sein nicht ersetzen lässt.

Beziehungsräume schaffen, in denen jeder Einzelne partizipieren und sich – als und am Gegenüber – wirksam und wertvoll erfahren kann!
Es gilt sozialen Kontakt, kreativen Prozess und in Berührung sein, als Baustein und tragfähige Basis gesellschaftlichen Diskurses und kulturgestalterischer Aktivität zu ermöglichen.
Dies verstehen wir als unsere Aufgabe und Teilhabe an der Gesellschaft, sowie unsere Verantwortung als Kulturinstitution.

Vernetzung – intern und extern – erachten wir als wesentlichen und zukunftsweisenden Bestandteil unseres Arbeitens.
Um Synergien zu nutzen, Konzepte der Weiterbildung zu entwerfen und in projektbezogenen Arbeiten zu verknüpfen, stehen wir in kontinuierlichem Kontakt zu regionalen Kulturbetrieben, Trägern anderer Bildungseinrichtungen, Kulturgremien, politischen Entscheidungsträger*innen, sowie Organisationen der Weiterbildung auf kommunaler und regionaler Ebene.

Gleichsam pflegen wir den Dialog und kommunikativen Austausch mit Stadtteilinitiativen, den hausinternen Kulturbetrieben, als auch unseren Kursleitenden, und Teilnehmenden, um daraus Themen im Wandel und am Puls der Zeit benennen, – und weiterführende, innovative Inhalte daraus entwickeln zu können.

Für die Entwicklung und Durchführung unserer Projekte innerhalb von WuF e.V. bilden die Förderkriterien von Kommune, Land, Bund und EU weitere Rahmenbedingungen.

Unser Arbeiten ist geprägt von konstruktiver, transparenter Zusammenarbeit im Team und niedrigen Hierarchien unter den Mitarbeitenden, genauso wie den Lehrkräften gegenüber. Den Dozenten und Dozentinnen möchten wir eine sichere, faire und offene
Arbeitsatmosphäre und Absicherung bieten. Inhalte können selbstbestimmt erarbeitet und im Dialog erörtert werden.
Kursleitenden und Teilnehmenden, für deren aller Wohlergehen wir uns verantwortlich fühlen und Sorge tragen, wird im Rahmen des Qualitätsmanagements und im persönlichen Kontakt die Möglichkeit zu Fragen, Kritik und Anregungen gegeben.

Zusammenarbeit auf Augenhöhe in einem demokratischen Miteinander, sowie qualitätsorientierte, selbstständige, fachlich-fundierte und partizipative Kooperation bestimmen unser Selbstverständnis.
Wir sehen Engagement, Erfahrungswissen, sowie das Einbringen und Erweitern persönlichen Potentials als Voraussetzung, als auch positive Rückwirkung unseres Arbeitens an. Um dies umzusetzen, lassen wir uns auch vereinsgeschichtlich leiten von Werten der
Toleranz, Meinungs-, und Gewaltfreiheit, sowie Prinzipien der Solidarität, sozialen Gerechtigkeit, Gleichberechtigung und Nachhaltigkeit.

Wertschätzendes Miteinander und ein respektvoller Umgang sind die Basis unseres Arbeitens.
Dahingehend üben wir uns an gelebter Diversität, Diskurs, sowie Akzeptanz und Offenheit gegenüber den Äußerungen und Bedürfnissen jeder einzelnen Person, um Kompetenzen zu fördern und lebendigen Austausch mitzugestalten.

 

Stand 30.6.2021